MINT-Berufe – mit besten Zukunftsperspektiven auf der Überholspur

Immer wieder ist die Rede von den sogenannten MINT-Berufen. Hört sich nett an, irgendwie Lifestyle-gemäß. Aber was ist denn das überhaupt? Soviel vorweg: Essen oder trinken kann man MINT nicht, auch mit irgendeiner Trendsportart hat es nichts zu tun; ganz im Gegenteil. Bei den MINT-Berufen handelt es sich um Jobs mit dem Hauptfokus auf Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften und Technik. Exakt aus den jeweiligen Anfangsbuchstaben ergibt sich die Abkürzung. Das Besondere und ausgesprochen Perspektivreiche für die Menschen, die sich für ein Studium oder eine weiterführende Ausbildung in diesen Bereichen entscheiden: Deutschland hinkt hinterher und hat im internationalen Kontext deutlichen Nachholbedarf. Weltweit führend sind ganz andere Nationen, wie sich beispielsweise angesichts der amerikanischen und asiatischen Technologie-Konzerne leicht ablesen lässt. Zudem winkt vielen der aktuell in diesen zukunftsorientieren Segmenten Beschäftigen bald die Rente.

Aktuell und in Zukunft gibt es riesige Karrierechancen für qualifizierte MINTs

Kaum überhör- und in den Medien übersehbar ist, dass von den Arbeitgebern in Deutschland händeringend nach qualifizierten Arbeitnehmern und Nachwuchs gesucht wird. Die dazu führenden Faktoren sind seit Jahren bekannt und waren lange vorhersehbar. Dabei handelt es sich um einen Mix aus vielen gesellschaftlichen Entwicklungen. Der demografische Wandel, die negative Alterspyramide und die Globalisierung sind nur einige davon. Fakt ist vor allem, dass auf lange Sicht jährlich beispielsweise etwa 50.000 Ingenieure in den Ruhestand gehen und entsprechend ersetzt werden müssen. In vielen weiteren MINT-Berufen verhält sich das ähnlich. Doch was sind denn überhaupt MINT-Berufe und warum sind die Karrieremöglichkeiten so hervorragend?

Komplexe Zahlen, Daten und Fakten im Fokus

Grundsätzlich handelt es sich um Berufsprofile, bei denen die analytische Denkweise und auch die ach so geliebten Schulfächer Mathematik und Informatik im Mittelpunkt stehen. Das reicht vom Naturwissenschaftler bis zum Dipl.-Ing, vom IT-Spezialisten bis zum Statistiker. In diesen Bereichen existieren gegenwärtig mehr als 90 unterschiedliche Ausbildungsberufe. Die sind begehrt, weil in den allermeisten Fällen auch überdurchschnittlich gut bezahlt. Allerdings, und auch das darf an dieser Stelle keinesfalls verschwiegen werden, ist die fundierte Ausbildung eine absolute Grundvoraussetzung. Die kann je nach Berufsziel in den unterschiedlichsten Varianten stattfinden. Üblich ist ein Hochschulstudium. Auch der umgekehrte Weg zum Ziel ist mit einer Lehre und anschließender Weiterqualifizierung möglich. Zahlreiche Arbeitgeber unterstützen die Ausbildungssuchenden auch beim dualen Studium.

Viele Berufsbilder mit der Zukunft im Visier

Wer seine berufliche Zukunft in den MINT-Berufen sieht, trifft hier auf die unterschiedlichsten Stellenprofile. So werden in den mathematischen Berufen mathematisch-technische Software-Entwickler oder der Bachelor of Sciene für Versicherungsmathematik gesucht. In der Informatik kann man sich beispielsweise zum Fachinformatiker ausbilden lassen und sich anschließend auf die Fachrichtungen Anwendungsentwicklung, Systemintegration oder als IT-Systemkaufmann spezialisieren. Speziell angesichts des immer weiter alltags- und kommunikationsbestimmenden Internets sind auch in der mobilen Computer-, Telekommunikations- und Handywelt für Programmierer, Anwendungsentwickler, Mobile Application Developer, Web-Designer oder Software-Entwickler Jobs vorhanden. Ebenfalls mehr als komplexe Zusammenhänge müssen in den naturwissenschaftlichen Berufen umgesetzt werden. Wer ein Hochschulstudium anstrebt, kann beispielsweise die Fachrichtungen Bachelor of Engineering Chemieingenieurwesen, Pharmatechnik oder Physikingenieurwesen wählen. Es existieren sehr viele Fachrichtungen, mit denen man sich für einen Arbeitsplatz in der Chemie, der forschenden Industrie, der Produktionstechnik oder dem Pharmawesen und vielen weiteren qualifizieren kann. Allen gemein ist, dass Analyse, Planung, und Entwicklung sich die Hand reichen und die Grundlage für innovative Ergebnisse bilden.  In vielen, einst rein mechanischen Berufen haben die Anforderungen ebenfalls zugenommen. Den klassischen Mechaniker oder den Konstruktionszeichner gibt es in dieser Form nicht mehr. Die Aufgaben werden mittlerweile von Mechatronikern wahrgenommen, die ihre Tätigkeiten auf Basis von Softwareprogrammen durchführen.

Grundvoraussetzungen und Anforderungen für MINTs

Die Basis für die allermeisten dieser Berufe ist ein akademisches Studium. Bei einigen führt auch eine Ausbildung mit anschließender Zusatzqualifikation zum Ziel auf der Karriereleiter. Als Schlüsselfähigkeiten gelten vor allem das mathematische und analytische Verständnis. Komplexe Sachverhalte müssen entworfen, begriffen und umgesetzt werden. Zumal oft mit und an großen Systemen gearbeitet wird, können schon kleinste Verständnisfehler für eklatante Folgen sorgen. Insofern müssen die MINTs über über Basiswissen als auch spezialisiertes Know-how verfügen. Ideal sind kreative Denkweisen, mit denen sich von der Problemstellung bis zur Problemlösung die zielführenden Wege finden lassen. Zumal es sich bei den allermeisten Tätigkeiten im aktuellen Arbeitsumfeld um projektorientierte Zusammenhänge handelt, ist – und darin findet sich durchaus ein Unterschied zur Vergangenheit – die Team- und Kommunikationsfähigkeit eine zwingende Voraussetzung. Nur wer Ergebnisse, Lösungswege und Visionen anderen auch vermitteln kann und lösungsorientiert kritikfähig ist, empfiehlt sich für übergeordnete Strukturen.

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